Christian Zindel wuchs im Aargau auf und besuchte hier die Schulen bis zur Maturität, bevor er in Basel in Klassischer Archäologie promovierte. Als Postdoc am Schweizer Institut in Rom und auch danach publizierte er didaktische Dia-Reihen für den altsprachlichen Unterricht und testete sie mit Progymnasium- und Gymnasiumklassen. 1985 bis 1988 war er Direktor des Münzkabinetts und der Antikensammlung in Winterthur, 1980 bis 2000 unterrichtete er an der Universität Zürich und dem Architekturdepartement der ETH Zürich.  

Im Rahmen von Volkhochschulkursen und -reisen kam er 1988 erstmals nach Albanien und knüpfte Kontakte, die bis heute bestehen. Für ARSIMI organisierte er 1999 und 2024 Albanienreisen. 1999 bis 2003 war er Direktor der Pro Helvetia-Aussenstelle in Tirana und förderte zahlreiche Kulturprojekte in ganz Albanien. Von Tirana aus erkundete er die umliegenden Balkanländer, die danach auch das Ziel von seinen Gruppenreisen wurden (Kosova, Nordmazedonien, Bulgarien, sowie Rumänien). 

Ein wichtiges Projekt der Entwicklungszusammenarbeit war die Förderung eines vernünftigen Bergtourismus in Nordalbanien, für die er 2008 einen Wanderführer für Theth und Kelmend verfasste (2008-2011; Co-Autorin: B. Hausammann), der in Zweitauflagen auch auf Englisch und Albanisch erschien.  

Ab 2008 war er im Auftrag der Universität Genf Co-Leiter der albanisch-schweizerischen Ausgrabung von Orikum am Golf von Vlora. Als direkte Folge davon entstand in Zusammenarbeit mit drei Fachkollegen ein archäologischer Führer von Albanien (2018). 

Der Krieg in Kosova und die massiven Flüchtlingsströme sowie die grossen Schwierigkeiten der privaten Universität Tetova brachten 1999 viele Interessierte zu ARSIMI. Als Gründungsmitglied war Christian Zindel 1999 bis 2024 Mitglied des Vorstands, Präsident oder Co-Präsident von ARSIMI und betreute in dieser Funktion zahlreiche Projekte v.a. in Albanien: Wissenschaftliche Bibliothek der Kunsthochschule Tirana, Atelier Kunsterziehung für Kinder, Musikunterricht für Roma-Kinder, 100 Schulsäcke für Strassenkinder in Tirana, u.a.m. 

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